Geschichte

 

Allgemeines
Die Ursprünge des Taekwondo liegen in Korea, wo diese Kampfkunst schon vor über 2000 Jahren ausgeübt wurde. Trotz der Einflüsse verwandter Budodisziplinen aus China (Kung Fu) und Japan (Karate) hat Taekwondo seinen eigenen Charakter beibehalten, was insbesondere in den ausgeprägten Fußtechniken deutlich wird.


Der Begriff Taekwondo setzt sich aus 3 Teilen zusammen, die das Wesen dieser Kampfkunst kurz und prägnant ausdrücken:


TAE - bedeutet mit dem Fuß treten, stoßen oder schlagen und kennzeichnet

die Fußtechniken
KWON - heißt wörtlich Faust und steht für die Handtechniken.


Disziplinen
Taekwondo ist eine sehr vielfältige Kampfkunst. Drei Disziplinen ragen besonders heraus - sie stehen gleichberechtigt nebeneinander und greifen ineinander:


KUNSTBEWEGUNGSFORM - POOMSAE
In alten Zeiten konnten die Kampfkünstler in Korea die erlernten Grund- und Kampftechniken noch nicht mit Partnern üben, da es noch keine Kampfregeln gab und die Übenden vermeiden wollten Ihren Übungspartner zu verletzen. In den Poomsae sind alle Angriffs- und Abwehrtechniken vereinigt. Die Schwierigkeiten steigern sich in der nächsthöheren Poomsae. Zur Vollendung der Kampftechnik hat man diese Bewegungsfolgen festgelegt, die einen Scheinkampf gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner darstellen. Die Folge dieser einzelnen Übungen ist vorgeschrieben und läuft nach einem festgelegten Schrittdiagramm ab.


Imaginäre Gegner werden in verschiedenen angenommenen Kampfsituationen systematisch und sinnvoll bekämpft. Der Schüler hat diese genau festgelegten Techniken in einer fortlaufenden Aktion auszuführen, wobei die Bewegung kraftvoll, konzentriert und rhythmisch sein soll und er zu jeder Zeit sein Gleichgewicht halten, d.h. einen festen Stand haben muss. Dies alles ist nur mit der richtigen Atemtechnik zu erreichen.


FREIKAMPF - KYEORUGI

Alle Techniken, die der Schüler bisher im Grundtraining gelernt hat, werden nun im freien Kampf durchgeführt. Die starren Partnerübungen sind gelöst, und der imaginäre Gegner, den er bei der Poomsae abgewehrt hat, ist jetzt ein echter Kämpfer. Im Freikampf wird die Beherrschung der Techniken unter schwierigen, dem Ernstfall entsprechenden Umständen bewertet.


Es gilt, eigene Techniken schnell und präzise anzubringen bzw. gegnerische Attacken im Ansatz zu erkennen und zu vereiteln. Alles, was ein Kämpfer unternimmt, muss der jeweiligen Situation angepasst sein. Er muss selbatständig und blitzschnell entscheiden. Er sollte jede Einseitigkeit im Kampfstil vermeiden, seine Kombinationstechniken ausschöpfen, Kontertechniken anbringen und den Gegner so ins Hintertreffen bringen. Im rechtzeitigen Erkennen, Blocken und Kontern gegnerischer Angriffe besteht die eigentliche Überlegenheit.


Bei aller Freiheit der Bewegungen unterliegt der Wettkämpfer jedoch strengen sportlichen Regeln!


Der sportliche Wettkampf mit Vollkontakt, der über drei Runden geht, fordert vom Athleten hervorragendes Können, eiserne Kondition, blitzschnelle Reaktion, Selbstdisziplin (Härte gegen sich selbst) und großen Mut.


BRUCHTEST - KYEOKPA
Der Bruchtest ist eine Disziplin, die am meisten bekannt ist bzw. von der allgemein angenommen wird, dass sie alleine das Taekwondo darstellt.
In Wahrheit zählt der Bruchtest zu den am wenigsten praktizierten Disziplinen des Taekwondo. Eigentlich wird er nie isoliert trainiert, sondern er ergibt sich zwangsläufig aus den anderen Trainingsübungen. Hat der Schüler während seines Grundtrainings noch nicht die Fähigkeit erreicht, einen Bruchtest auszuführen, dann ist er in seiner Technik noch nicht weit genug fortgeschritten und muss mit Gewalt und schmerzhaften Verletzungen ausgleichen, was ihm andere an Technik und sonstigem Können voraus haben.
Worin besteht nun dieses Können? Zuerst ist es die bis zu einem gewissen Grad vollendete Technik, des weiteren eine gewisse Abhärtung an den entsprechenden Punkten. Jeder Körperteil, jeder Knochen wäre zu schwach, um einem Bruchtest der Härte eines Steines standzuhalten. Nur die Kraft des Geistes und des Willens - sie sind die wahren Urheber dieser Energien- ermöglicht eine derartige Leistung.


Ziel
Das höchste Ziel des Taekwondo-Trainings ist es, nicht rücksichtslos vorzugehen, sondern durch Disziplin und Körperbeherrschung die persönliche Geisteshaltung auszubilden. Da beim Taekwondo nicht allein der sportliche, sondern auch der geistige Wert im Vordergrund steht und in engem Zusammenhang mit dem Training zu sehen ist, sei dem DO ein eigener Abschnitt gewidmet:


DO ist der Weg, der Grundsatz (das Prinzip), die Lehre, die offene und unvoreingenommene subjektive Seele, die Geisteshaltung allgemein

  • Weg ist der Begriff des Lebens, d.h. ein Studium und eine Übungsmethode für Geist und Körper auf allen Lebenswegen.
  • Grundsatz ist die Bildung von moralischem Denken (Höflichkeit), von Mut und Ausdauer, Selbstüberwindung, Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Selbstdisziplin, Konzentration, Leistungswille, Selbstkontrolle.
  • Lehre ist ein System, das die harmonische Entwicklung des Körpers sowie die geistige und moralische Kultur zum Ziel hat.Dies umfasst die körperliche Erziehung und Ertüchtigung mit der Ausbildung der psychischen Seite, d.h. des Wissens und der geistigen Kraft


Der Dojang
Der Dojang - ein Ort der inneren Sammlung- ist ein Raum, in dem junge und alte, männliche und weibliche Sportler ungeachtet ihrer Rassen- und Religionszugehörigkeit zusammenkommen, um Teakwondo zu trainieren und damit die Kunst zu entwickeln, ihre physischen, psychischen und ethischen Fähigkeiten und Wertvorstellungen zu verbessern. Voraussetzung zur Erreichung dieses Zieles ist die Anleitung durch einen sowohl geistig als auch körperlich gut geschulten Lehrer.


Der Taekwondo-Lehrer (Sabom) schafft hier durch Autorität und Ausstrahlung eine Atmosphäre, in der sich der Schüler von seinem Alltagsdenken entfernt und konzentriert seinen Trainingsaufgaben widmet. Durch seine Erfahrung und mit pädagogischem Geschick hilft der Meister dem Schüler über auftauchende Schwierigkeiten hinweg.


Nur wer selbst ein solches Training avsolviert hat, kann ermessen, wie günstig sich strenge Selbstdisziplin und die dadurch entstandene Atmosphäre auf den eigenen Fortschritt auswirken.


Jeder Taekwondoin sollte lernen, nicht nur genau den Richtlinien zu folgen, sondern innerhalb wie ausserhalb der Trainingsstätte gewisse Formen einzuhalten, wie sie die Geisteshaltung dieser Sportart lehrt.

Mitteilungen

Trainingsausfall

Hallensperre

in den Herbstferien findet kein Training statt.

Trainingsbetrieb

Wettkampf- Training

mit Fabian und Maja, am Sonntag 10:30 bis 12:00 Uhr, in der JML Halle (Dragon Cup 27. Oktober, in Gunzen-hausen).

Unser Zertifikat

Taekwondo 1995 Pfaffenhofen e.V.   |   www.taekwondo1995-pfaffenhofen.de

 

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